Fördermöglichkeiten für die Zivilgesellschaft

Welche Möglichkeiten es für Vereine und Initiativen gibt, im Strukturwandel eigene Projekte umzusetzen

Diese Seite ist Teil unserer Einführung „Wie funktioniert der Strukturwandel?“ Hier geht es zu Übersicht und zur Broschüre als Download:

Wir haben gesehen, dass zivilgesellschaftliche Beteiligung im Strukturwandel oft nur schwach verankert ist. Umso mehr gilt es, die Möglichkeiten zu nutzen, die da sind.

Wir gehen an dieser Stelle auf ausgewählte Fördermöglichkeiten ein, um eigene kleine und große Projekte umzusetzen. Um Möglichkeiten, sich direkt in Strukturwandel-Prozesse einzubringen, geht es auf der Seite „Aktiv werden im Strukturwandel“.

Wettbewerbe und Förderprogramme

Für kleinere Projekte in Sachsen-Anhalt: REVIERPIONIER

Für kleinere Projekte in Sachsen: simul+Kreativ

Für kleinere Projekte in Sachsen: eku ZUKUNFTSPREIS

Für größere Projekte in Sachsen-Anhalt: KoMoNa

Für größere Projekte im ganzen Revier: STARK

Zusammengefasst

Für kleine Projekte wurde in Sachsen-Anhalt mit dem Wettbewerb REVIERPIONIER eine Möglichkeit geschaffen, zivilgesellschaftliche Akteur:innen niedrigschwellig am Strukturwandel teilhaben zu lassen. In Sachsen gibt es kein direktes Äquivalent, aber ähnliche Angebote außerhalb der Strukturwandel-Förderung.

Überall gilt jedoch: Die Mittel sind begrenzt und die Konkurrenz darum ist groß. Im Verhältnis zu den Milliardenbeträgen, die sonst im Strukturwandel bewegt werden, sind die Budgets verschwindend gering: REVIERPIONIER etwa hat jährlich eine Million Euro für Preisgelder zur Verfügung.

Ein Bild von zwei Personen. Die Frau ortiert eine Mindmap, der Mann hält eine große Euro-Münze.

Als Bündnis StrukturWandeln denken wir: Es ist gut, dass es diese Formate gibt, denn sie liefern wichtige Impulse und machen Engagement sichtbar. Ihre Verstetigung und ihr Ausbau sind äußerst wünschenswert. Engagierte mit guten Ideen für kleine Projekte ermuntern wir zur Bewerbung. Gleichzeitig gilt: Diese „Brotkrumen“ – gemessen am Gesamtvolumen des Strukturwandels – können nicht ausreichen, die engagierte Zivilgesellschaft zufriedenzustellen.

Für umfangreichere Vorhaben der Zivilgesellschaft sind Programme wie STARK und KoMoNa wichtige Bausteine des Strukturwandels, wobei mit dem Projektvolumen natürlich auch die formalen und finanziellen Hürden steigen. Auch hier zeigen sich allerdings schon die Grenzen der verfügbaren Mittel: In Sachsen ist aktuell keine Antragstellung bei KoMoNa mehr möglich und auch bei STARK konzentriert sich die zuständige Stelle des Landes derzeit auf die „Stärkung und Ergänzung bereits ausgewählter Projekte“.[1] Angesichts der starken Konkurrenz um begrenzte Mittel halten wir es für entscheidend, in diesen Programmen eine angemessene Berücksichtigung zivilgesellschaftlicher Projekte sicherzustellen.

Alternative Förderungen

Wir haben hier auf einige Förderprogramme aufmerksam gemacht, die über Strukturwandelmittel finanziert werden oder in einem engen inhaltlichen Zusammenhang damit stehen. Natürlich gibt es jenseits der „Kohlemilliarden“ viele weitere Möglichkeiten, Projekte zu finanzieren – zum Beispiel die LEADER-Förderung[2] oder die Programme der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt.

Diese können wir hier nicht alle aufführen, listen aber auf der Seite „Links und Hinweise“ einige Tipps für die weitere Suche auf. Außerdem ermuntern wir alle Engagierten, auf uns als Bündnis StrukturWandeln zuzukommen: Mit unseren Partnerorganisationen aus verschiedenen Fachbereichen beraten wir gerne mit Tipps und Erfahrungen und helfen bei der Lösungsfindung.

Quellen

Das Projekt „ZusammenWachsen – Engagiert im Revier“ wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen der Richtlinie “STARK – Stärkung der Transformationsdynamik und Aufbruch in den Revieren und an den Kohlekraftwerkstandorten”.