Wie funktioniert der Strukturwandel?

Eine Einführung für Vereine, Initiativen und alle Interessierten im Mitteldeutschen Revier

Ein Bild des Kraftwerks Lippendorf in der Ferne, von Leipzig aus fotografiert. Im Vordergrund die Kapellenanlage des Leipziger Südfriedhofs.

Unser Strukturwandel-Gesamtüberblick

Unsere vollständige Einführung „Wie funktioniert der Strukturwandel?“ gibt es hier als PDF-Dokument zum Download:

Unsere Region ist in Bewegung: Vom Leipziger Land bis Mansfeld-Südharz ist der Strukturwandel in vollem Gange – zumindest ist davon häufig die Rede. Es geht dabei um den Kohleausstieg, um Wirtschaft und Arbeitsplätze und um eine nachhaltige Transformation der Region.

Doch was heißt das konkret? Welche Strukturen wandeln sich hier – und zu was? Was geschieht mit den „Kohlemilliarden“? Welche Vorhaben sind geplant und wer entscheidet darüber? Und: Welche Möglichkeiten gibt es, den Wandel vor Ort mitzugestalten?

Mit dieser Einführung möchten wir engagierten Menschen helfen, den Überblick zu behalten. Denn im Strukturwandel werden Weichen für die Zukunft der ganzen Region gestellt. Wir denken: Das braucht die aktive Beteiligung der Zivilgesellschaft!

Was meinen wir mit „Strukturwandel?“

Vom Strukturwandel wird in vielen Kontexten gesprochen: In der Wirtschaft geht es dabei um Veränderungen von Branchen und Arbeitsweisen, in der Soziologie um gesellschaftliche Umbrüche, in der Raumplanung um die Neugestaltung von Städten und Infrastrukturen. Er ist also ein offener Begriff, der ganz unterschiedliche Entwicklungen bezeichnen kann.

Wir beziehen uns hier auf einen spezifischen Strukturwandel-Prozess: den Kohleausstieg in Deutschland und seine Umsetzung in den betroffenen Regionen, vor allem bei uns im Mitteldeutschen Revier.

Ein Bild von 2 Personen, die vor einer großen Mindmap stehen.

Dieser Wandel wird durch wegweisende politische Entscheidungen und umfangreiche Förderprogramme geprägt, aber auch durch die konkrete Ausgestaltung im Kleinen vor Ort. Wir möchten diese Abläufe nachvollziehbar machen, denn: Wer diese Grundlagen kennt, kann sich wirksamer an der Entwicklung der eigenen Region beteiligen.

Letztendlich geht es dabei um grundlegende Fragen, die uns alle betreffen:

Ein Bild von zwei Händen beim High Five

Wie gestalten wir den Wandel so, dass er das soziale Miteinander nicht gefährdet, sondern stärkt?

Ein Bild von Blättern in einem Zahnrad

Wie können gute Arbeit und gutes Leben in einer nachhaltig wirtschaftenden Region aussehen?

Ein Piktogramm von zwei Menschen. Darüber Sprechblasen, die als Puzzlestücke ineinandergreifen.

Wie stellen wir sicher, dass vielfältige Perspektiven im Wandel Gehör finden?

Auf diese Fragen bringen wir keine fertigen Antworten mit – aber die Überzeugung, dass sie sich am besten gemeinsam finden lassen.

Wer wir sind und was uns leitet

Wir sind das Bündnis StrukturWandeln, ein offener Zusammenschluss von Vereinen und Initiativen im Mitteldeutschen Revier. Wir möchten zivilgesellschaftliche Perspektiven im Strukturwandel sichtbarer machen. Dafür organisieren wir seit einigen Jahren regelmäßig Workshops, öffentliche Infoveranstaltungen und Dialogformate.

Unser Team ist über die ganze Region verteilt, von Borna und Oschatz über Leipzig und Halle bis nach Zeitz und Quetz. Wir sind vor Ort für Engagierte ansprechbar und mit unseren Angeboten regelmäßig in der Region unterwegs. Aktuell erhalten wir für drei Jahre eine Förderung über das Strukturwandel-Programm STARK.

In unserer Arbeit leiten uns zwei Grundüberzeugungen:

Der Wandel braucht die Zivilgesellschaft

Der Wandel braucht eine nachhaltige Ausrichtung

Unser Einführung in den Strukturwandel soll deswegen Wissen vermitteln, aber vor allem auch eine herzliche Einladung sein, sich einzubringen. Als Bündnis StrukturWandeln sind wir für Interessierte jederzeit ansprechbar.

Das Projekt „ZusammenWachsen – Engagiert im Revier“ wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen der Richtlinie “STARK – Stärkung der Transformationsdynamik und Aufbruch in den Revieren und an den Kohlekraftwerkstandorten”.