Regionale Ernährung und nachhaltige Landwirtschaft
verfasst von: Jugend- und Schulbauernhof im Gutshof Othal e.V.
Immer mehr Menschen legen Wert auf transparente, regionale und nachhaltige Lebensmittelerzeugung. Im Mitteldeutschen Revier gibt es bezüglich dieser Fragen eine Vielzahl an Herausforderungen: Riesige Ackerflächen, die durch große Betriebe intensiv bewirtschaftet werden, Massentierhaltung sowie der Wegfall von Lebensmittelnahversorgung und demografischer Wandel – all dies erfordert Anpassungen und innovative Lösungen.
Mittlerweile finden sich viele lokale Akteure und Netzwerke, die nachhaltige Landwirtschafts- und Ernährungskonzepte verfolgen und dabei neben wirtschaftlichen auch soziale und ökologische Aspekte berücksichtigen. Um eine nachhaltige Versorgung zu gewährleisten, wird auf kürzere Lieferketten gesetzt. Direktvermarktung über Hofläden, Bauernmärkte, Food Coops, das Marktschwärmer-Konzept oder Dorfläden ermöglicht es den Konsumenten, regionale Produkte zu kaufen und so die Umweltbelastung durch lange Transportwege zu reduzieren.
Kostenlose Beratung durch:
Jugend- und Schulbauernhof im Gutshof Othal e.V.
In vielen Städten und Regionen des mitteldeutschen Reviers gibt es Projekte zur Ernährungsbildung, die für die Bedeutung von nachhaltiger Ernährung sensibilisieren. Das Angebot reicht von Kochkursen bis zu Schulprojekten, die den Wert von frischen, saisonalen Lebensmitteln näherbringen. In Gemeinschaftsgärten werden Lebensmittel gemeinschaftlich angebaut. Neben Techniken des ökologischen Gartenbaus wird auch der Wert von gemeinschaftlichem Handeln vermittelt.
Netzwerke im Themenfeld
Netzwerk Solidarische Landwirtschaft e.V.
Der gemeinnützige Verein Netzwerk Solidarische Landwirtschaft e.V. ist der zentrale Entwicklungspartner für die Solidarische Landwirtschaft in Deutschland. Als solcher unterstützt er seine Mitglieder und die Solawi-Bewegung.
Der Bundesverband der Regionalbewegung e.V.
Der Bundesverband der Regionalbewegung e.V. fungiert als Kompetenznetzwerk für Regionalität in Deutschland. Er vertritt die Interessen von all jenen, die regionale Wirtschaftskreisläufe stärken und regionale Wertschöpfung fördern.
Acker e.V.
„Mehr Wertschätzung für Natur und Lebensmittel“ – dafür setzt sich Acker e.V. mit seinen vielfach ausgezeichneten Bildungsprogrammen für Kinder und Angeboten für Erwachsenen ein. In ganz Deutschland, der Schweiz und Österreich werden die Acker-Projekte zusammen mit ausgebildeten Acker-Coaches umgesetzt.
Landfrauenverband Sachsen-Anhalt e.V.
Der Landfrauenverband Sachsen-Anhalt steht für Gemeinschaft, Vielfalt, Stärke und Tradition. Er engagiert sich in Sachsen-Anhalt für Frauen im ländlichen Raum und setzt mit seinen Landfrauen Projekte im Bereich Ernährungsbildung in ganz Sachsen-Anhalt um.
Sächsischer Landfrauenverband e.V.
Der Sächsische Landfrauenverband ist ein gemeinnütziger Verband, der sich den Themen der Frauen im ländlichen Raum widmet. Die Landfrauen in Sachsen setzen sich mit dem Thema: „Gleichstellung im ländlichen Raum“ auseinander.
Ernährungsräte in Leipzig und Halle
Die Ernährungsräte machen sich stark für: Essbare Städte, gute Stadt-Land-Beziehungen, eine nachhaltige Landwirtschaft in der Region, eine reiche lokale Ernährungskultur, und die Freude am Essen.
Gute Beispiele aus dem Mitteldeutschen Revier
Bildungsangebote und Materialien
- Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft vermittelt in einer Broschüre einen Überblick über Wissenswertes zur ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft.
- Daneben liefert das Ministerium auch eine Übersicht über die Mengen der weggeworfenen Lebensmittel und Tipps gegen Lebensmittelverschwendung.
- Der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) erklärt die Bedeutung der verschiedenen Lebensmittellabels und gibt praktische Einkaufstipps.
- Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) informiert über Ernährung innerhalb der planetaren Grenzen, d.h. ohne die natürlichen Ressourcen zu überlasten.
- Pädagogische Fachkräfte können sich beim BZfE zudem durch Methodenbausteine, kurze Module und ausgearbeitete Unterrichtskonzepte für alle Altersgruppen inspirieren lassen.
- Bei der Verbraucherzentrale kann man sich Tipps für den Lebensmitteleinkauf, z.B. im Saisonkalender für Obst und Gemüse, abholen.
Hinweise zur Projektförderung

Die Deutsche Vernetzungsstelle Ländliche Räume informiert umfangreich über aktuelle Fördermöglichkeiten. Im Bereich „Dorf & Region“ der Website wird unter anderem das LEADER-Programm vorgestellt.

