Nachhaltiges Bauen

verfasst von: Naturbau-Campus Oschatz

Nachhaltiges Bauen berücksichtigt ökologische, soziokulturelle und ökonomische Aspekte des Neu- und Umbaus von Gebäuden. Der gesamte Lebenszyklus eines Gebäudes steht dabei im Vordergrund – von der Herstellung der Baumaterialien, der Errichtung und der Nutzung des Gebäudes bis hin zur Wiedernutzung von Baustoffen nach einem eventuellen Rückbau. Es geht um eine Bauweise, die unsere Ressourcen schont, im Einklang mit der Natur steht und zukunftsfähige Lebensräume schafft.

Nachhaltiges Bauen für langlebige Gebäude

Der ökologische Fußabdruck von nachhaltigen Gebäuden während des gesamten Lebenszyklus ist deutlich niedriger als derjenige von konventionell errichteten Gebäuden. Der Einsatz von natürlichen Baustoffen schafft nicht nur CO2 neutrale, sondern sogar klimapositive und langlebigere Gebäude.

Kostenlose Beratung durch:

Netzwerkstelle Oschatz des Bündnis StrukturWandeln

Regionale Baustoffe

Natürliche Baustoffe können regionaler produziert und verwendet werden. Gerade nachwachsende Rohstoffe wie Holz, Hanf, Stroh oder mineralische Stoffe wie Kalk, Lehm, Kaolin, Farbpigmente sind regional verfügbar und werden für die lokale Bauwirtschaft zunehmend wichtiger.

Gesundheitsschutz und wohlfühlendes Raumklima

Nachhaltig errichtete oder sanierte Gebäude sind schadstoffarm und tragen zu einem gesunden Wohn-und Arbeitsklima bei. Ökologische Baumaterialien sind von Natur aus aktiv bezgl. Feuchtetransport, Wärmespeicherung, Offenporigkeit und sie riechen gut. So haben auch unsere sensibelsten Mitmenschen wie Kinder, Ältere, von Allergien Betroffene oder Schadstoff-Geschädigte eine Chance auf gesunde vier Wände.

Abfallvermeidung und Kreislaufwirtschaft

Allein im Jahr 2022 fielen in Deutschland rund 226 Millionen Tonnen Bauabfälle an (Quelle: Statistisches Bundesamt, Abfallbilanz). Gleichzeitig entfallen 40 % der nationalen CO₂-Emissionen auf die Bauindustrie und den Gebäudesektor (Quelle: Rat für Nachhaltige Entwicklung). In Bauabfällen schlummert ein riesiges, weitgehend ungenutztes Upcycling-Potenzial. Durch geschickte Wiederverwendung vorhandener Materialien kann der ökologische Fußabdruck neuer Bauvorhaben stark gesenkt werden.

Netzwerke im Themenfeld

Im Lehmbau

Im Strohbau

Bergehöfe, Materialsammlungen:

Forschung und Bildung

Unternehmen und Gewerbe

Gute Beispiele aus dem Mitteldeutschen Revier

Bildungsangebote und Materialien

Hinweise zur Projektförderung

Das Projekt „ZusammenWachsen – Engagiert im Revier“ wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen der Richtlinie “STARK – Stärkung der Transformationsdynamik und Aufbruch in den Revieren und an den Kohlekraftwerkstandorten”.