Migrantische Perspektiven im und zum Strukturwandel
Strukturwandel-Stammtisch für das Mitteldeutsche Revier

Montag, 01.06.2026
17:00 – 18:30 Uhr
Online
via Zoom
Zum Strukturwandelstammtisch am 01.06.2026 wandten wir uns unter dem Titel „Migrantische Perspektiven im Strukturwandel“ explizit einer Akteursgruppe zu: Welche Chancen und Herausforderungen hält die aktuelle Situation im mitteldeutschen Revier insbesondere für Migrantinnen und Migranten bereit? Welche Forderungen haben sie an den gesellschaftlichen Wandel?
Dazu erhielten wir spannende Inputs von LAMSA e.V., dem Dachverband der Migrantenorganisationen in Sachsen-Anhalt, DaMOst e.V., dem Dachverband der Migrantenorganisationen in Ostdeutschland sowie dem Projekt „Common Voices“ von Radio Corax in Halle.
Wandel im Selbstverständnis von Migrantinnen und Migranten
Beleuchtet wurde der Wandel im Selbstverständnis von Migrantinnen und Migranten (insbesondere) in Ostdeutschland: Hatten sie während der 1990er Jahre eher die Rolle von Zaungästen inne, so wurde ihnen in den frühen 2000er Jahren oft die Rolle als „Lieferanten“ für Kultur zugewiesen. Seit 2015 hat sich neben der Zahl der Migrantinnen und Migranten auch die Vielfalt an Perspektiven erhöht. Damit einher gingen Forderungen nach politischer und gesellschaftlicher Teilhabe auf Augenhöhe.
Viele diese Forderungen sind noch nicht erfüllt. Neben rechtlichen Hürden, die Migrantinnen und Migranten die Teilhabe erschweren bzw. verunmöglichen wurde Rassismus als zentraler Verhinderungsfaktor benannt, der Migrantinnen und Migranten daran hindert, sich in Ostdeutschland zu verwurzeln: Wegzug ist für eine Vielzahl von Menschen eine konkrete Option, die sie in die Tat umsetzen, sobald sie die Möglichkeiten dazu haben. Dadurch verliert die Region nicht nur Arbeitskräfte, sondern vor allem auch eine Vielfalt an Erfahrungen und Perspektiven.
Zugänge zu gesellschaftlicher Mitbestimmung
Kurz beleuchtet haben wir die Frage, wie Migrantinnen und Migranten dabei unterstützen können, bessere Zugänge zu gesellschaftlicher Mitgestaltung zu erhalten. Hier besteht auf jeden Fall noch Bedarf nach guten Ideen und – vor allem – tragfähigen Umsetzungsstrategien.
Ein erstes Fazit: Damit Migrantinnen und Migranten den Strukturwandel aktiv mitgestalten können, müssen zunächst noch einige rechtliche und mentale Strukturen gewandelt werden!
Die Veranstaltung fand in Kooperation mit Revierwende statt.

Diese Veranstaltung ist Teil der Veranstaltungsreihe „Strukturwandel-Stammtisch“ im Projekt „ZusammenWachsen – Engagiert im Revier“.

