Planspiel zum Strukturwandel
Wie fühlt es sich an, Bürgermeister:in zu sein?
Wie entscheidet man über 3 Milliarden Euro Fördermittel?
Und was braucht eine Region, um zukunftsfähig zu sein?
In unserem Strukturwandel-Planspiel schlüpfen Jugendliche in neue Rollen und gestalten aktiv den Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier.


Wir nutzen das Planspiel Torfitz, das am Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit der Universität Potsdam entwickelt wurde.
Der Strukturwandel ist dabei mehr als nur ein wirtschaftlicher Prozess. Er betrifft Lebensrealitäten, Identität und Zukunftsperspektiven – gerade für junge Menschen. Im Rahmen des Planspiels schaffen wir einen geschützten Raum, in dem Jugendliche komplexe gesellschaftliche Prozesse verstehen, ausprobieren und aktiv mitgestalten können.
Gemeinsame Ideenentwicklung
In unserem halb- bis anderthalbtägigen Planspiel werden Jugendliche selbst zu Akteur:innen dieses Wandels. Sie leben in fiktiven Kommunen wie Torfitz, Klein Spornberg oder Naßtal und übernehmen Rollen als Bürger:innen, Bürgermeister:innen oder engagierte Persönlichkeiten ihrer Stadt. Gemeinsam entwickeln sie Projektideen für ihre Kommune – mit dem Ziel, diese bei einer regionalen Zukunftskonferenz erfolgreich einzubringen.
Tag 1 – Ankommen, Verstehen, Gestalten
Nach einem interaktiven Einstieg zum Thema Strukturwandel tauchen die Jugendlichen in ihre neuen Rollen ein.
Sie wählen eine:n Bürgermeister:in, diskutieren Herausforderungen ihrer Kommune und entwickeln konkrete Projektideen.
Welche Probleme sind am dringendsten?
Wie schaffen wir neue Arbeitsplätze?
Wie machen wir unseren Ort attraktiver – für uns und für andere?
Und wie gelingt das nachhaltig?
In kreativen Arbeitsphasen entstehen erste Projektentwürfe – mit viel Diskussion, Perspektivwechsel und Kompromissbereitschaft.
Tag 2 – Die Zukunftskonferenz
Die Kommunen präsentieren ihre Projektideen vor einer Jury aus „regionalen Bürger*innen“.
Entscheidend sind drei Kriterien:
Schaffung von Arbeitsplätzen
Steigerung der Attraktivität der Region Nachhaltigkeit
Nach intensiver Beratung wird demokratisch über die Ideen abgestimmt. Im Anschluss reflektieren die Jugendlichen ihre Erfahrungen:
Wie fühlt sich demokratische Entscheidungsfindung an?
War es leicht, Kompromisse zu finden?
Und was bedeutet das für echte politische Beteiligung?
Was macht das Planspiel besonders?
- Rollenarbeit mit Kostümen und Perspektivwechsel
- Kreative Methoden aus Theater- und Demokratiepädagogik
- Realitätsnahes Szenario mit aktuellen Herausforderungen
- Förderung von Teamarbeit, Argumentationsfähigkeit und Kompromissbereitschaft
- Stärkung demokratischer Kompetenzen
Die Jugendlichen erleben: Mitgestaltung ist möglich – und macht einen Unterschied.
Für wen ist das Format geeignet?
Das Planspiel richtet sich an Jugendlich ab Klassenstufe 7, nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Es eignet sich besonders für:
- Projekttage
- politische Bildung
- Demokratieprojekte
- Workshops
- Themen rund um Strukturwandel, Nachhaltigkeit und regionale Entwicklung
Gruppengröße: flexibel anpassbar (mind. 6 Personen)
Dauer: auf 0,5 bis 1,5 Tage anpassbar
Bisherige und geplante Termine des Planspiels

Das Projekt „ZusammenWachsen – Engagiert im Revier“ wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen der Richtlinie “STARK – Stärkung der Transformationsdynamik und Aufbruch in den Revieren und an den Kohlekraftwerkstandorten”.
